FLYING WITH THE OWL

 

 

«…Ästhetisierte Schwermut - The Beauty Of Gemina entfaltet Grösse. Mit wenigen Ausnahmen sind zeitlos wirkende Songs entstanden. Michael Sele hat einen eigenen Ausdruck gefunden, obwohl die Musik stellenweise auch an Nick Cave und Robert Smiths The Cure denken lässt, insbesondere das Pathos im Gesang, das bei Sele jedoch erstaunlich ruhig und elegant wirkt. ...» (NZZ, Markus Ganz)

 

«…Michael Sele ist als Songwriter ganz bei sich und die Stücke klingen unverwechselbar nach ihm und seiner Band. Ein ultimatives Herbstalbum: unprätentiös und großartig! ....» (Sonic-Secuder.de, Christoph Kutzer)

 

«… Würden eine zarte, weissblonde Elfe und ein Schamane gemeinsam so lange um das Feuer tanzen, bis sie Zeit und Raum in Trance vergessen und die Welt rundherum zu verschwimmen beginnt – etwa in diesem magischen Moment wäre der Ursprung des ikonischen Sounds der schweizerisch-liechtensteinischen Band zu suchen. Singer und Songwriter Michael Sele – meist das „Mastermind“ der Band genannt – bezaubert und fasziniert mit seinen Kompositionen Fans auf der ganzen Welt. ...» (Rockette Space, Gisèle)

 

«…Ich habe selten ein Album gehört, das musikalisch einladender war, in seiner Einfachheit mehr überzeugt und in seiner Melancholie mehr Wärme und Zuversicht ausgestrahlt hat. Michael Sele scheint auf dem Höhepunkt seiner Fähigkeiten als Songwriter angekommen zu sein. ....» (Monkeypress.de, Katja Spanier)

 

«… Die mannigfaltigen Grundstile von Blues, Folk und Country bis zum typischeren Dark Folk brauchen ein paar Durchläufe,bis man das grosse Ganze so hlabwegs erfasst hat – aber dann … was soll man sagen: Man fliegt wirklich wie auf einer Eule durch die geschaffene Nacht. Freund Sele: Langsam wird‘s unheimlich wie du das immer wieder so hinkriegst. ...» (Slam Magazin, Bernhard Kleinbruckner)

 

«…´Flying With The Owl´ ist ein extraordinäres Werk geworden und nimmt eine ebensolche Stellung in der bisherigen Diskografie von THE BEAUTY OF GEMINA ein...» (streetclip.de)

 

«… “Flying with the Owl” pendelt zwischen weich gezeichneten Düster-Meisterwerk und ästhetischen Minimalismus. ...» (Ambossmag.de)

 

«…Starkes Songwriting, Lieder, welche neugierig machen und sofort gefallen, sowie unglaublich viel Atmosphäre und Emotion. ...» (Art Noir, Michael Bohli)

 

«…Weitere, tief berührende Hochlichter auf dieser ruhigen, aber sehr intensiven Indie Rock Scheibe sind 'Shades Of Summer' oder 'Suicide Day'. Tolles Album, tolle Musiker, tolle Atmosphäre! ..» (heavy-metal.de, Diggi)

 

«…The album comes to a very pensive end and leaving you in this hole of thoughts and memories. So here it is, your soundtrack for this incipient autumn and coming winter. ...» (Refections of Darkness, Nastja Iz)

 

«… Spartanisch arrangiert sind auch die 11 neuen Tracks zusammengesetzt und leben doch von den stimmlichen Fähigkeiten des Liechtensteiners Sele. ...» (Soundchecker Koeln, Dennis)

 

«… Die zarte, ätherische Schwingung des Albums ist so verwunderlich wie der fast unhörbare Flügelschlag der Eule, mit der „The Beauty of Gemina“ zu fliegen beabsichtigt. Dies ist Musik für sündhafte teure Kopfhörer oder Soundanlagen, die den transparenten Sound wiedergeben können. Diese Musik ist besonders geeignet für genießende Melancholiker, bodenständige Fantasten und träumende Realisten. ...» (darkmusicworld.de, Gabi Grimme)

 

«… Schwer zu entscheiden, ob es nun die souveräne Gelassenheit oder doch die tiefschürfende Emotionalität ist, die an diesem Album begeistert. ...» (Soundcheck, Stephan Wolf)

 

«… Die Kunst, in abwechslungsreicher Melancholie Visionen von Leonard Cohen, Tiamat, Chris Rea, gar Bowie erstehen zu lassen, und dennoch Eigenständigkeit zu beweisen, soll diesem sympathischen Musiker erst einmal einer nachmachen. ...» (Soundcheck, Kym Gnuch)

 

«…Versierte Musiker, die virtuos ihr Können darbieten, das waren TBOG schon immer. Aber noch nie klangen sie so intim und verletzlich, aber gleichzeitig auch durchdringend und stark. Hut ab! ...» (Sonic-Seducer, Thomas Tyssen)

 

«… Dieser ästhetische Klangkosmos ist und bleibt eine Wucht, die immer meinen Nerv trifft. ...» (Soundcheck, Erik Rössler)

 

«… Dies ist der poetische Soundtrack für Lyrics voller Sehnsucht, Hoffnung, Angst und Liebe. Manchmal manisch düster, dunkel-atmosphärisch, steril und kühl. Und dennoch gibt es sie…die Emotionen; die einen bannen und nach mehr verlangen. ...» (Crossfire-metal.de, Stefan Burdelak)

 

«… Die Musik, aufs Wesentliche reduziert, dennoch intensiv und pulsierend, dabei immer geschmackvoll und songorientiert arrangiert, erhellt die Gemüter und zelebriert gleichzeitig die Ästhetik der Dunkelheit gekonnt und ohne störenden Pathos. ...» (poponaut.de)

 

«… The Beauty of Gemina haben auf «Flying With The Owl» den Ballast abgeworfen und zur Essenz ihres Sounds gefunden. ...» (negative white, Janosch Tröhler)

 

«… Lieder für die Nacht The Beauty of Gemina – das sind schweißtreibende Rocksongs, harte Elektro-Rock-Hymnen, beschwingte Düster-Blues-Country-Lieder, melancholische Dunkelpoesie und großartige Musiker, die man unbedingt live erleben muss. Eigentlich sind The Beauty of Gemina aus der Schweiz nicht in Worte zu fassen, man muss sich völlig offen auf ihre Version düster-schöner Musik einlassen und sämtliche Genreeinteilungen vergessen. ...» (Schwarzes Bayern.de, torshammare)

 

«… Für mich ist es das musikalisch und kreativ beste Machwerk, das dieses Jahr auf meinen Schreibtisch geflattert ist und sich auf meinen Festplatten und Gehörgängen eingenistet hat. ...» (metallnews.ch, Danny Frischknecht)

 

«… Michael Sele hat mit „Flying with the Owl“ ein neues Meisterwerk der Perfektion erschaffen. Seine Musikrichtung ist nicht einzuschätzen, aber wir können uns vorstellen, einfach diese Musik mal auf uns wirken zu lassen. Die Klangfarbe seiner Stimme ist beeindruckend und auch die Performence der Nebenisntrumente sind perfekt und harmonieren toll miteinander. ...» (Nordnews.de)

 

«… Das Album weiß sogar bei denjenigen zu zünden, die normalerweise fröhlichere Töne bevorzugen. ...» (testiversum.at)

 

«… Mehr als noch die Alben zuvor liefern The Beauty of Gemina hier kein musikalisches Fastfood für den schnellen Konsum nebenbei, sondern vielmehr ein ambitioniertes und sehr ausgereiftes Werk, welches dem bewussten Hörer viele Facetten und Details bietet, die entdeckt werden wollen. Den Fan erwartet hier eine Symbiose aus Leichtigkeit und Schwermut, aus dahinfließen und hinabsinken mit einer hypnotischen Wirkung, welche einen auf einen nächtlichen Flug mit der Eule nehmen werden. ...» (mindbreed, Holger Brückner)

 

«… Die ganze CD ist der perfekte Soundtrack zu dunklen, verregneten Herbsttagen. ...» (darkstars.de, Chris Strieder)

 

«… Die achte Runde „Flying With The Owl“ ist jedenfalls wieder eine ganz vorzügliche, schwermütige und düstere Platte geworden. Die Themen des Albums: Hoffnungen, Ängste, Widersprüche, Sehnsüchte, Leidenschaft und Liebe. ...» (dreamoutloudmagazin.de - Torsten Schlimbach)

 

«… Die Kompositionen schaffen es trotz Reduzierung eine Grösse und Präsenz auszustrahlen, die ihresgleichen sucht. Flügel ausbreiten und sich von der Musik tragen lassen. ...» (Orkus Magazin, Martina Wutscher)

 

 

Ästhetisierte Schwermut Die Schweizer Band The Beauty Of Gemina entfaltet Grösse Ein Kritiker soll einst geschrieben haben, den Platten von Leonard Cohen müsste man Rasierklingen beilegen, derart schwermütig klängen sie. Nun erinnert das neue Album von The Beauty Of Gemina, «Flying With The Owl», mehrmals deutlich an den kanadischen Singer-Songwriter, sowohl textlich wie auch musikalisch. Michael Sele, der Mastermind der 2006 gegründeten Ostschweizer Band, singt mit seinem sonoren Bariton von Monstern und Geistern, von Dunkelheit und Schmerz, ja sogar von Selbstmord: «It's a suicide day, and the sun is shining.» Und doch kultiviert der aus Liechtenstein stammende Songwriter und Multiinstrumentalist gleich Cohen keineswegs das Gruseln der Todessehnsucht, wie das oft der Fall ist in den Szenen zwischen Industrial, Dark Wave und Gothic Rock, zu denen The Beauty Of Gemina lange zu zählen war und in denen die Gruppe auch internationale Bekanntheit erlangte. Michael Sele lotet auf «Flying With The Owl» vielmehr die vielen Facetten der Schwermut aus und schöpft daraus Kraft, denn er findet in der Dunkelheit auch Schönheit und Wärme, ja: sogar Licht. Melancholie verstehe er als Gegenpol zur heutigen Welt, in der alles auf Spass ausgerichtet sei, erklärte er einmal in einem Interview. Mit wenigen Ausnahmen sind zeitlos wirkende Songs entstanden. Michael Sele hat einen eigenen Ausdruck gefunden, obwohl die Musik stellenweise auch an Nick Cave und Robert Smiths The Cure denken lässt, insbesondere das Pathos im Gesang, das bei Sele jedoch erstaunlich ruhig und elegant wirkt. Das trifft auch auf die stets transparent und luftig klingende Musik zu. Die Stimme wird meist nur vom reduzierten Spiel von Gitarre, Bass und Schlagzeug getragen, elektronische Sounds werden kaum mehr eingesetzt, dafür sorgen Cello und Geige oft für einen kammermusikalischen und zuweilen sogar einen folkloristischen Anstrich.

NZZ -Markus Ganz

Die Eule gilt als schlauer Vogel und auch als Tier, das sich erst nach Einbruch der Dämmerung zeigt. Zwar nicht ganz so lichtscheu, aber zumindest musikalisch eher im Bereich zwischen Dämmerung und der blauen Stunde, sind auch The Beauty of Gemina unterwegs. Frontmann Michael Sele, der die Band oder das Projekt 2006 auf die Reise geschickt hat, besitzt immer noch dieses dunkle Timbre, irgendwo zwischen David Bowie und dem traurigen Bruder von Chris Rea. Aber dieses dunkle und mysteriöse in der Performance, das liegt dem Mann, der Synth Rock, Dark Rock, Metal und elektronische Musik spielend leicht vermischt und daraus etwas macht, was sich seit 12 Jahren auf den großen Genre Festivals, wie dem WGT, einer großen Beliebtheit erfreuen darf. Spartanisch arrangiert sind auch die 11 neuen Tracks zusammengesetzt und leben doch von den stimmlichen Fähigkeiten des Liechtensteiners Sele. Dessen Songs noch immer von Verlustängsten und persönlichen Niederlagen geprägt sind, aber die auch einen Quäntchen Hoffnung vermitteln, nicht mehr aber eben auch nicht weniger. Schon mit dem Opener River, können sich The Beauty of Gemina auch aus der Welt des Dark Waves in die Herzen der Mainstream Hörer spielen und es ist erfrischend, wenn man als Musiker auch mal über den Tellerrand herausgucken kann, wie es Michael Sele auf Flying with the Owl gemacht hat.

soundchecker.koeln - Dennis

HORNELLA! Michael Sele veröffentlicht hier tatsächlich sein achtes Album und ich bin echt geflasht, denn es gibt ja nicht wenige Metaller, die auch mal zu The Cure oder anderem Sound greifen, um den eigenen Horizont zu erweitern, oder einfach mal was anderes abseits des seelenlosen "Scripted Reality" Mainstream zu hören.Die Eule im Titel, zielt eher auf die mystisch-folkloristischen Ansätze ab, als das hier vollgetackerte Hippster im Gehrock angesprochen werden sollen. 'River' ist ein so schöner, eleganter, klarer, ruhiger und reduzierte Opener, obwohl der Herr sich hier mit Spitzen Gastmusikern verstärkt hat, um z.B. Cello oder Violine in das wunderbare Soundbild zu integrieren. 'Into My Arms' ist dann im Gegensatz zum meditativen Opener fasst schon zerissen, aber nicht mider berauschend. Wo sind die Morphine Fans und Nick Cave Hörer? Liebe Leute, dieses Album hier wird ein treuer Begleiter, passend zum sich abzeichnenden Jahresende.... Das fiebrig-trippige 'Ghosts' nimmt den Hörer dann mit auf einen Roadtrip im Zwielicht...'In The Dark' verspricht nullinger zu viel, das verzweifelte 'I Pray For You' erinnert aufgrund des noch intensiveren Gesangs sogar an Sisters Of Mercy. Wow, was für ein Emotionsbombe. Weitere, tief berührende Hochlichter auf dieser ruhigen, aber sehr intensiven Indie Rock Scheibe sind 'Shades Of Summer' oder 'Suicide Day' (Uff....sehr schwer....d.Verf.) Tolles Album, tolle Musiker, tolle Atmosphäre!

heavy-metal.de – Diggi

Puuh! Auf “Flying With The Owl”, bekommt das Wort melancholisch, eine ganz neue Bedeutung. Auflistung? Bitteschön. Kopf der Formation Michael Sele, eröffnet elf aktuelle Tracks, auf dem mittlerweile achten Album, der bislang zwölfjährigen Kariere. Herr Sele ist natürlich auch Produzent, Komponist, Arrangeur und nachhaltiger Sänger. Aber Vorsicht! Diese teilweise depressive und monotone Geschichte muss man mögen. Hier kann ein Hörer kaum zwischen den Stühlen verharren. Was der eine als minimalistische Ästhetik bewundern wird, kommt dem anderen wahrscheinlich öder zu Ohren. Dies ist der poetische Soundtrack für Lyrics voller Sehnsucht, Hoffnung, Angst und Liebe. Manchmal manisch düster, dunkel-atmosphärisch, steril und kühl. Und dennoch gibt es sie…die Emotionen; die einen bannen und nach mehr verlangen. Das hier könnte Vielen gefallen, die auch The Doors, David Bowie, The Sisters Of Mercy gemischt mit Goth Rock Dark-Wave und etlichen obskuren Nischen des Goth-Genre stehen, solang sie die sanfte Tour, mitsamt Streichern und elektronischen Spielereien mögen. Michael lässt über seine Lyrics tief in die Seele seiner selbst blicken, sollten aber nur von gefestigten Charakteren genossen werden. Für mich ist eine flotte Nummer wie „Tunnel Of Pain“, Balsam für die Seele, denn ganz so triefend balladesk mag ich es dann doch nicht.

Crossfire-metal.de - Steve Burdelak

Auf zum Flug mit den Eulen Ganz schön mysteriös – Fans und Kennern muss niemand mehr erklären, was The Beauty of Gemina ausmacht. Auch auf dem neuen Album „Flying With The Owl“ schafft Mastermind Michael Sele eine düster-schöne Klangwelt. Sie erzeugt einen beinahe gefährlich hypnotisierenden Sog, dem man sich kaum zu erwehren mag. Die stampfende, verführerisch düstere Rhythmik, die jeden einzelnen Song von The Beauty of Gemina durchzieht, ist in ihrer Form einzigartig und daher überaus schwierig, in Worte zu fassen. Würden eine zarte, weissblonde Elfe und ein Schamane gemeinsam so lange um das Feuer tanzen, bis sie Zeit und Raum in Trance vergessen und die Welt rundherum zu verschwimmen beginnt – etwa in diesem magischen Moment wäre der Ursprung des ikonischen Sounds der schweizerisch-liechtensteinischen Band zu suchen. Singer und Songwriter Michael Sele – meist das „Mastermind“ der Band genannt – bezaubert und fasziniert mit seinen Kompositionen Fans auf der ganzen Welt. Shows in mehr als 25 Ländern, Fans aus der ganzen Welt, die ihnen nachreisen – der Erfolg der Band spricht seit vielen Jahren für sich. Und Michael Seles Schaffenskraft scheint auch nach Jahren keinerlei Abbruch zu erleben. Seit 2007 hat The Beauty of Gemina beinahe im Jahrestakt Alben veröffentlicht. Das am 12. Oktober 2018 erscheinende neue Album, „Flying With The Owl“, wird von einer umfangreichen Tour begleitet. Nach einem fulminanten Auftritt am Schaffhauser „Stars in Town“ startet am 26. September 2018 die Tour im Basler Sommercasino. Danach geht es von Bern über München bis hin nach Hamburg. Präsentiert wird das neue Album mit einem erweiterten Line-up inklusive Cello, Saxophon und Violine. Seles Klanggerüst dürfte dadurch live noch mehr an Tiefe gewinnen.

rockette.space – Gisèle

Zwölf Jahre lang dauert inzwischen die Karriere von Songwriter und Sänger Michael Sele unter dem Decknamen THE BEAUTY OF GEMINA an. Doch selten ließ er seine Musik derart zurückhaltend und zugleich intensiv auf den Zuhörer einstürzen. Der Dark Rock des achten Studioalbums ´Flying With The Owl´ entflammt geradewegs mit Violine, Cello und Akustikgitarre im Innersten mächtige Sinnesempfindungen. Die Eule als Nachtvogel steht für Weisheit, Klarheit und neue Ideen. Dunkler Rock voller Kraft, der auch Americana und dramatisch initiierten Rock streift, ist 2018 angesagt. Die Kompositionen verströmen zwar nicht die Kraft von Leonard Cohen, Johnny Cash oder Nick Cave, sind aber in ihrem eigenen Territorium ein Sinnbild für Zuversicht, Beklemmung und Mutlosigkeit, Widersprüche, Sehnsüchte, Enthusiasmus, Leidenschaft und Hingabe. Gerne würden HUMAN DRAMA in Songs wie ´Into My Arms´ eine Blutsbrüderschaft mit THE BEAUTY OF GEMINA schließen, ein David Bowie wäre im herausragenden ´River´ ein gern gesehener Trinkgenosse. Selbst Robert Plant könnte ein Tänzchen zu ´Ghosts´ wagen. INTERPOL suhlen sich dagegen mit schwarzer Sonnenbrille zu ´Again´. Welche Engel jedoch an den Instrumenten zupfen und ´In The Dark´ über die Wolken tragen, muss jeder für sich herausfinden. Zumindest am Cello sind der Schweizer Raphael Zweifel, an der Violine Eva Wey, am Bass abermals Philipp Küng sowie der langjährige Mitstreiter bei THE BEAUTY OF GEMINA Mac Vinzens am Schlagzeug zu hören. ´Flying With The Owl´ ist ein extraordinäres Werk geworden und nimmt eine ebensolche Stellung in der bisherigen Diskografie von THE BEAUTY OF GEMINA ein. Es windet sich Ton für Ton in den Tiefen deiner schwarzen Seele, bis zum ´Suicide Day´. Zunächst muss allerdings ´Flying With The Owl´ gehört werden.

streetclip.de – Michael Haifl

Verehrt oder gefürchtet, bewundert oder verfolgt, Sinnbild für Gut und Böse und zugleich Symbol der Weisheit, Beschützerin und Zauberin der Nacht. Wenn sich Songwriter und Sänger Michael Sele diesen faszinierenden Nachtvogel als Namensgeber zum neuen Album und Tournee zu eigen macht, darf man zurecht davon ausgehen, dass dieser mit Spannung erwartete Eulen-Flug einen weiteren Meilenstein in der mittlerweile zwölfjährigen Karriere des charismatischen Masterminds und seiner Band THE BEAUTY OF GEMINA einnehmen wird. Michael Sele stellt mit elf neuen Songs auf dem bereits achten Studio-Album «Flying with the Owl» seine internationale Klasse als Komponist, Sänger, Arrangeur und Produzent erneut zweifelsfrei unter Beweis. Die Musik, aufs Wesentliche reduziert, dennoch intensiv und pulsierend, dabei immer geschmackvoll und songorientiert arrangiert, erhellt die Gemüter und zelebriert gleichzeitig die Ästhetik der Dunkelheit gekonnt und ohne störenden Pathos. Die Themen und Texte beleuchten poetisch auf sanfte Art und Weise alle Facetten des menschlichen Daseins: Hoffnungen, Ängste, Widersprüche, Sehnsüchte, Leidenschaft und Liebe.

poponaut.de

Diesmal stelle ich euch wieder eine ungewöhnliche Platte, abseits der harten Gitarrenriffs vor. Das Projekt „The Beauty of Gemina“, hinter dem der Musiker Michael Sele steckt hat bereits acht Platten veröffentlicht und ist besonders in Darkwave und Gothic Kreisen sehr beliebt. Auch auf „Flying with the Owl“ findet der Hörer wieder aufs nötigste reduzierte, intensive und atmosphärisch dichte Darkwave Hymnen. Alles klingt düster, melancholisch oder auch leicht depressiv. Es ist schwer zu beschreiben, wer die Band noch nicht kennt sollte sich mal auf YouTube das Video zu dem Song „Ghosts“ reinziehen. Die ganze CD ist der perfekte Soundtrack zu dunklen, verregneten Herbsttagen. Wer da gefallen dran findet kann die Band auch live erleben. Siehe dazu auch die Tourdaten in unseren Event-Terminen. Für “The Beauty of Gemina” und “Flying with the Owl” gibt es sieben Zähler.

darkstars.de - Chris Strieder

Lieder für die Nacht The Beauty of Gemina – das sind schweißtreibende Rocksongs, harte Elektro-Rock-Hymnen, beschwingte Düster-Blues-Country-Lieder, melancholische Dunkelpoesie und großartige Musiker, die man unbedingt live erleben muss. Eigentlich sind The Beauty of Gemina aus der Schweiz nicht in Worte zu fassen, man muss sich völlig offen auf ihre Version düster-schöner Musik einlassen und sämtliche Genreeinteilungen vergessen. Denn darauf arbeitet die Band selbst schon seit einigen Alben hin, und mit dem achten Streich Flying with the owl könnte es ihr endgültig gelungen sein. Selbst so eine recht allgemeine Bezeichnung wie Dark Wave ist hier zu wenig, die Band hat mittlerweile definitiv ihr eigenes Genre erschaffen: The Beauty of Gemina. Was erwartet uns jetzt also beim Flug mit der Eule? Nach dem ersten Hördurchlauf fällt mir als Erstes auf, wie extradüster diese Platte geworden ist. Immer wieder wird das Motiv der Nacht oder der Dunkelheit aufgegriffen, in der sich die titelgebende Eule bewegt. Doch nichts vermittelt die Ruhe und Gelassenheit, mit der dieser majestätische Vogel durch sein Revier schwebt, das Aufgehobensein und den Frieden in einer stillen Nacht. Nein, hier regieren großteils Düsternis und Melancholie, manchmal herrscht eine geradezu klaustrophobische Atmosphäre, die von gelegentlichen Ausflügen in etwas beschwingtere Country- und Americana-Gefilde aufgelockert wird. Nach dem ersten Durchlauf braucht man definitiv erst einmal eine Pause, um sich dann mit neuer Kraft in diese musikalischen und textlichen Abgründe zu stürzen, die einen aber auch nicht loslassen. Nach und nach werden die Songs transparenter, vielschichtiger und immer schöner, doch das erfordert genaues Zuhören – am besten über Kopfhörer. Dann wird man mit Perlen wie dem getragenen Eröffnungstrack „River“ belohnt, der mit seinen Americana-Einflüssen und Michael Seles im Vordergrund stehender Stimme sofort ins Ohr geht. Die Weite, das Streben in die Ferne, das ein Fluss symbolisiert, klingt hier immer wieder durch. Das folgende „Into my arms“ bewegt sich ebenfalls im zurückgenommenen Midtempobereich und gefällt mir vor allem wegen Eva Weys hinreißender Geige, die sich bis zu einem furiosen Ende steigert. Der verhallte, leicht verzerrte Gesang wird bei „Monsters“ wiederaufgenommen, das einem einen Schauder über den Rücken jagt. „The monsters are coming, I see it in your eyes“, singt Michael Sele, klagend fragt er: „How did we get this far?“ Ein sehr reduzierter Song mit klaustrophobischer, abgründiger Atmosphäre. Zum Glück kann die Vorabsingle „Ghosts“ die Stimmung wieder ein wenig heben, vor allem die Fans der Country-Seite der Band werden hier bedient. Es wird schwungvoller und rhythmischer, die Slide-Gitarre setzt schöne Akzente, während wir uns inhaltlich wieder in der tiefsten Nacht bewegen, in der die Geister auf die Jagd gehen. Die tiefe, „namenlose“ Nacht wird auch in „In the dark“ besungen, und hier treffen wir auf die titelgebende Eule. Fast meint man, das beinahe lautlose Flügelschlagen des weisen Tieres zu hören. Die Nacht hält uns auch weiter fest in ihrem Griff, „I pray for you“ ist ein weiterer sehr reduzierter Song mit fast schon apokalyptischem Text, denn „the angels are falling tonight“. Der „Tunnel of pain“ ist trotz des Titels ein schmissiger Düstercountry-Song, der die bei den letzten Tracks vorherrschende gedrückte Stimmung ein wenig auflockert, was der Platte sehr gut tut. Auch „Again“ trägt einen auf der zwar melancholischen, aber vor allem wunderschönen Melodie ein bisschen entspannter durch das Album. Dank der leichten Americana-Einflüsse entwickelt sich der Song nach mehreren Durchläufen zu einem der Ohrwürmer der Platte. Das vergleichsweise geradezu opulente „Shades of summer“ lässt einen ein wenig träumen, bevor es mit „Suicide day“ noch einmal knüppelhart wird, also inhaltlich gesehen. Das Klavier führt uns in den Song, zusammen mit Michael Seles Stimme und leisen Streichern, und bei „It’s a suicide day, and the sun is shining“ stockt einem erst mal der Atem. Der mit Abstand beklemmendste, aber auch zarteste und stärkste Song des Albums, bevor das Instrumental „Wood song“ alles abrundet. Flying with the owl ist keine leichte Kost, und man braucht definitiv Geduld für die Platte. Wie schon gesagt, empfehle ich das aufmerksame Hören über Kopfhörer, denn nur so lassen sich die vielen Schichten in den Songs identifizieren, die kleinen Details wahrnehmen, und Michael Sele scheint einem direkt ins Herz ins zu singen. Sound und Abmischung sind übrigens hochklassig. Ich gebe zu, ich tue mich immer noch ein wenig schwer mit manchen Songs, doch ich weiß jetzt schon, wie großartig und intensiv diese Platte live auf der Bühne klingen wird, denn die wahre Magie der Band entfaltet sich im gemeinsamen Zusammenspiel vor Publikum. Bei der anstehenden Tour sind auch die von der letztjährigen Akustiktour (hier unser Bericht) bekannten Musiker Eva Wey und Raphael Zweifel an Geige und Cello wieder dabei. Gänsehaut ist also garantiert und ein Konzertbesuch dringend empfohlen. Am 28.09. gastieren The Beauty of Gemina im Münchner Backstage, und da werden diese extrem zurückgenommenen, reduzierten Songs wunderbar funktionieren.

schwarzesbayern.info – torshammare

The Beauty of Gemina sind endlich wieder unberechenbar The Beauty of Gemina haben auf «Flying With The Owl» den Ballast abgeworfen und zur Essenz ihres Sounds gefunden. Bereits Anfang Jahr gab es mit dem Trailer erste Vermutungen. Die Bestätigung folgte mit Ghosts, der ersten Single: The Beauty of Gemina haben mit Flying With The Owl ein akustisch dominiertes Album aufgenommen. Um zu verstehen, weshalb sich Michael Sele, der kreative Kopf der Band, dafür entschieden hat, muss man einen Blick auf die Geschichte werfen. 2006 erschienen The Beauty of Gemina mit ihrer Hitsingle Suicide Landscape schlagartig auf der Bildfläche der schwarzen Szene. Mit den ersten drei Alben zementierte die Band ihren Status als Dark-Wave-Flaggschiff der Schweiz. Kaum eine düstere Seele, die nicht Gefallen am dichten wie dunklen «Gemina-Sound» fand. «The Myrrh Sessions» als unverstärkter Urknall Das vierte Album Iscariot Blues landete erstmals in den hiesigen Charts. Allerdings vermochte das Werk – trotz guten bis grossartigen Songs – nicht ganz mit seinen Vorgängern Schritt halten. War der Zauber verflogen? Doch dann, 2013, überraschten Sele und seine Mitmusiker alle mit The Myrrh Sessions. Ein Album mit akustischen Adaptionen ihrer bisherigen Stücke. Niemand hatte das erwartet. Es war der unverstärkte Urknall, der das Gemina-Universum für immer verändern sollte. Auf The Myrrh Sessions zeigte sich die Band in völlig neuem Licht. Für viele, die die undurchdringbaren, elektronisch durchzogenen Kompositionen als einzige Möglichkeit sahen, war das Akustik-Album eine Offenbarung: Hier sind tatsächlich talentierte Musiker am Werk. Nur ein Jahr später folgte Ghost Prayers. Michael Sele versuchte – nur bedingt erfolgreich – die neu gewonnene Facette mit dem beliebten «Gemina-Sound» zu vermählen. Im Vorfeld von Minor Sun überlegte sich das Mastermind, eine weniger grosse Produktion aufzufahren, wie er im Interview verriet. Er entschied sich dagegen. Immerhin gelang die Fusion beider Klangwelten deutlich besser. Ohne Ballast zur Essenz Trotz der Versuche auf Ghost Prayers und Minor Sun: Der Weg von The Beauty of Gemina schien nach The Myrrh Sessions und zahlreichen Akustik-Touren vorgezeichnet. Und das, obwohl sich die Band in den letzten Jahren live in neue Höhen schraubte. Flying With The Owl ist die logische Konsequenz des Geschehenen. Das Erstaunliche am neuen Album ist deshalb nicht, dass es akustisch geworden ist. Sondern, dass The Beauty of Gemina den Ballast loswerden mussten um die ätherische Essenz ihres Sounds wieder zu entdecken. Der «Gemina-Sound» bestand nie nur aus der Dichter der Arrangements. Es waren auch die einzigartigen Phrasierungen, die repetitiven Texte, die vertrakten Melodien und die konsequente Verweigerung des Strophe-Refrain-Schemas. Auf diese Ursprünge besinnen sich die neuen Songs zurück – und machen Flying With The Owl zu einem Genuss. Dunkle Stimmung ist zurück Natürlich bleibt das Album nicht ohne Risiko: The Myrrh Sessions profitierte damals vom Überraschungseffekt. Es waren bekannte und beliebte Songs – bloss im unvertrauten Gewand. Flying With The Owl muss hingegen ohne Vorschusslorbeeren überzeugen. Das ist die grösste Herausforderung, die die Band mit dem Album stemmen muss. Selbst wenn die akustisch angehauchten Elemente in den letzten Jahren in den Vordergrund traten – etwa bei Down By The Horses oder Mariannah –, gab es stets die wuchtigen Nummern wie One Million Stars oder Endless Time To See. Was Flying With The Owl jedoch im Gegensatz zu den letzten beiden Alben kreiert, ist die düstere Stimmung der ersten Jahre. The Beauty of Gemina kehrten der dunklen Seite zwar nie ganz den Rücken, aber in dieser Intensität war die Dunkelheit länger nicht mehr zu spüren. Die neu destillierte Atmosphäre in Flying With The Owl ist auch auf der Bühne spürbar. Die akustische Richtung macht den Sound erst dreidimensional. Als die Band am 29. September wieder im renommierten Zürcher Jazzclub Moods auftritt, sind die Songs laut, leise, fein und grob. Mal braut sich ein Sturm zusammen wie in Suicide Landscape, mal entspannt melancholisch wie in Into Black. Erst im Konzert wird erkennbar, wie gut sich die neuen Stücke in den Kanon der Gruppe einfügt. Fast zweieinhalb Stunden dauerte ihr Auftritt. The Beauty of Gemina transportieren eine vollkommen andere Energie als bei ihren Rockshows. Es ist nicht die Wucht, die einen hier mitreisst, sondern die Nähe. Auf der tiefen Bühne lässt sich hervorragend die Symbiose beobachten: Das kurze Blitzen in den Augen der Musiker, das Lächeln, wenn eine Passage gelingt und die Euphorie auf das Publikum überspringt. Und die Band zieht wiederum ihre Kraft aus der Reaktion ihrer Zuschauer. Michael Sele ist mit Flying With The Owl zu seinen musikalischen Wurzeln zurückgekehrt: Den Folk-inspirierten Musikern wie Neil Young, aber ebenso der Klassik. Das alles fliesst im neuen Album mit dem angestammten Sound in einem Akustik-Wave zusammen, der sich nie ganz in eine Schublade stecken lässt. River, der erste Song auf Flying With The Owl, ist ein dankbarer Einstieg in die neue Gemina-Welt. Ein sanft fliessendes Stück mit Strophen wie graue Wolken, die über einem hinwegziehen und einem Refrain, der Lichtstrahlen den Himmel aufreissen. Doch die Dankbarkeit endet bereits bei Into My Arms, das mit seinem schwankenden Rhythmus herausfordert. Das Dunkle durchdringt das sehr monoton gehaltene Monsters ebenso wie das auf Gitarre und Cello reduzierte In The Dark. Das sperrige I Pray For You erinnert unweigerlich Hunters und somit an die frühen Jahre der Band. Der Sound ist wieder unberechenbar Musikalisch tanzt insbesondere Tunnel Of Pain. Der Song ist der einzige auf Flying With The Owl, der einerseits eine positive Attitiüde verbreitet, andererseits einen Country-Einschlag hat. Die Violine von Eva Wey hüpft wie ein junges Fohlen. Auch Shades of Summer ist eine kurze, zurückhaltende Aufhellung, der durch das überraschende Aufbegehren der predigenden Stimme Seles im Gedächtnis bleibt. Unerwartet auch das wiederum dunkle Suicide Day, getragen durch eine prägnante Klavier-Melodie, über der das Cello und die Stimme schweben. Suicide Day ist auch deshalb einzigartig, weil es mehr eine Klanglandschaft zeichnet als vorgibt, ein klassisches Lied zu sein. Die später einsetzenden Drumbeats erinnern an La Mer – Rhythme Eternel, dem Instrumental-Stück von At The End Of The Sea. Suicide Day symbolisiert das letzte Teilstück, das den «Gemina-Sound» komplettiert: Die Unberechenbarkeit. Das Album klingt zeichnet ein stringentes Bild, erlaubt es aber trotzdem jedem Song, einen eigenen Charakter zu entwickeln. Es ist endlich wieder aufregend, The Beauty of Gemina zu hören. Die Stücke lassen sich nicht mehr so leicht erahnen. Vielmehr sind es kleine Abenteuer, voller Referenzen an das ganze Schaffen der Band. Hört man genau hin, lassen sich überall Erinnerungsfetzen an alte Sounds finden, ohne dass den neuen Songs die Originalität abgesprochen wird. In gewisser Weise ist Flying With The Owl ein Best-of-Album.

negativewhite.ch – Janosch Tröhler

Dass Michael Sele ein Ausnahmekünstler ist, der seine Fans mit jedem neuen Album ein Stück weit überrascht, wissen wir. Darkrock aus der Schweiz zuhause bei tBoG music / Universal Records.
Die Band
Michael Sele ist Mastermind und Herz von THE BEAUTY OF GEMINA, kreativer Kopf und Triebfeder, sein langjähriger Weggefährte ist Drummer Mac Vinzens. Auf „Flying With The Owl“ tun weitere Gäste mit; am Cello der in Nizza lebende Schweizer Musiker Raphael Zweifel, welcher u.a. mit den TOTEN HOSEN auf deren Akustik Tournee zu hören war und weiter sind an der Geige die bekannte Fidlerin auch in der Schweizer Volksmusik versierte Violinistin Eva Wey und am Tieftöner erneut Freund und Bassvirtuose Philipp Küng.
Das Album
Es ist bereits die Nummer 8 in der Reihe der grossartigen tBoG-Diskographie , das hervorragende „Flying With The Owl“. Es ist im guten Sinn „poppiger“ als frühere Werke, extrem eingängig und mit Hooklinern nur so gespickt. Die Kompositionen sind dicht, verwoben wie ein Knäuel aus Seidenfaden. Erneut schafft es Michael Sele, sanfte Töne mit intelligenten Taxten so zu kombinieren, dass dabei etwas Kräftiges, Beständiges entsteht. Mit seiner Gesamtstimmung entzieht sich die Musik noch stärker als bisher einer klaren Genreeinordnung. Dark Wave? Dar Rock? Gothic? Von Allem ein wenig und doch nichts. Längst haben Sele und seine Mitmusiker einen eigenen Stil geschaffen, etwas Unverkennbares – dieses Mal sanft und beinahe besinnlich. Es gibt keine Rocknummern wie noch auf „Minor Sun“ von 2016, die etwas schnelleren Tracks wirken eher wie Americana – passend auch zum Video „Ghosts“, das gut in einen Tarantino-Film integriert werden könnte oder einen von Wim Wenders oder Sergio Leone. Neben „Ghosts“ kann ich zum Reinhören den „Wood Song“ wärmstens empfehlen, für einmal instrumental, ohne die Stimme des sympathischen Grossmeisters. Oder dann „Tunnel Of Pain“, weil er das musikalische Kontrastprogramm bietet, den oben erwähnten Americana-Style. Oder das geniale „Suicide Day“ oder… einfach das gesamte Album.
Fazit
Die Fans von tBoG werden das neue Album sowieso lieben, da es bekannte Facetten der bisherigen Alben aufgreift, anders kombiniert und damit einmal mehr etwas Neues schafft. „Flying With The Owl“ wird dadurch mit neuer Bedeutung eine für THE BEAUTY OF GEMINA „typische“ Scheibe – unbedingt empfehlenswert. Michael Sele und seinen Mitmusikern gelingt es, ein melancholisches Werk mit tiefgründigen Texten zu schaffen, das weder deprimierend noch aufgesetzt wirkt. Für mich ist es das musikalisch und kreativ beste Machwerk, das dieses Jahr auf meinen Schreibtisch geflattert ist und sich auf meinen Festplatten und Gehörgängen eingenistet hat.

metalnews.ch – Danny Frischknecht

Schmerzlich schön beginnt das neue Album der Schweizer mit dem sanften „River“. Gewohnt minimalistisch fließen die Töne dahin wie das Wasser in seinem Flussbett „far down the river“. Rockiger wird „Into My Arms“, dass seinen speziellen Drive durch das synkopische Spiel des Schlagzeugs erhält. Im Hintergrund erklingen Instrumente wie ein Akkordeon und auch eine Orgel, aber ganz dezent — fast unhörbar wie der Flug der Eule. Am Anfang sind zarte Flageoletttöne bei „Monsters“ zu hören und die Violine unterstützt mit lang gezogenen Tönen die stetig an- und abschwellende Dynamik dieses Titels. Die erste Single ist „Ghosts“: Americana meets Wave, das hätte einem Nick Cave auch gut gestanden! Das wäre der perfekte Soundtrack zu einem Roadmovie auf den ewig langen, geraden Highways der USA. Die Drums spielen einen schnellen Achtelrhythmus, während die zweite Gitarre monoton die Viertel mit nur wenigen Tönen zupft, der Bass darf dafür runter in den Keller der dunkelsten Töne zum Improvisieren. Das ergibt einen großartigen, hypnotischen Drive! Verloren und versonnen wirkt „In The Dark“, wo sich die beiden Gitarren und die Violine sanft umspielen. Melancholie pur! „I Pray For You“ darf mehr krachen und folgt den Spuren des Dark Wave, jedenfalls was die Gitarrenbegleitung angeht. „Tunnel Of Pain“ ist wie „Ghosts“ ein Goth ’n’ Blues. Der Titel hat trotz seines bluesigen Charakters einiges an positiver Leichtigkeit an sich. Das mantramäßig wiederholte „again, again“ bohrt sich unwiderruflich ins Gehirn. „Again“ tut es dem Opener „River“ gleich. Etwas mehr Tempo und Drive als dieser, aber mit derselben Beiläufigkeit schlüpfen hypnotische Ohrwürmer in diesem Titel. Das dahin gehauchte „Shades Of Summer“ besticht durch Lagerfeuer-Feeling. Die Dramatik steigt zum Refrain hin an und wird ernsthaft und schwer. Die Ballade „Suicide Day“ fokussiert die Melancholie des ganzen Albums in den kurzen Momenten des Atemholens, der Stille. Breite Tonstrukturen verweben sich ineinander, einfache Tonfolgen umspielen sich, um einen mehrdimensionalen Klang miteinander zu erzeugen. „Suicide Day“ zeigt das Prinzip der Kompositions- technik von „The Beauty of Gemina“: herstellen von komplexen Klangteppichen durch Vereinfachung! Zum Abschluss des Werkes erklingt sehr organisch mit einem Gitarrensolo das Instrumental „Wood Song“. Fazit: Musik ist das, was zwischen den Tönen in den Bruchteilen von Sekunden der Stille passiert. „The Beauty of Gemina“ ist es auf diesem Album gelungen, gewaltige Stille zwischen die Töne zu bannen. Der Sound ist vollkommen analog gehalten, und wenn Synthesizer zum Einsatz kamen, dann fällt es nicht auf. Allein die Mischung von Dark Wave Komponenten mit Bluesanteilen ist ungewöhnlich und beachtlich, wenn Goth und Blues eine Synthese eingeht. Die zarte, ätherische Schwingung des Albums ist so verwunderlich wie der fast unhörbare Flügelschlag der Eule, mit der „The Beauty of Gemina“ zu fliegen beabsichtigt. Dies ist Musik für sündhafte teure Kopfhörer oder Soundanlagen, die den transparenten Sound wiedergeben können. Diese Musik ist besonders geeignet für genießende Melancholiker, bodenständige Fantasten und träumende Realisten.

darkmusicworld.de – Gabi Grimme

In der Reduktion offenbart sich Meisterschaft. Ich liebe Michael Sele. Ich mache da gar keinen Hehl draus. Im Grunde ist alles an diesem Menschen liebenswert: Seine Musik, seine Stimme, seine Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden, seine feinsinnige Art, dass er und seine Musiker auf den Konzerten von The Beauty Of Gemina einem immer das Gefühl geben, wirklich mit ihnen zusammen zu sein. Aber wenn es etwas gibt, dem ich äußerstes Unbehagen entgegenbringe, dann ist es der Mainstream. Alle, die mich kennen, können ein leidvoll Lied davon singen und ich weiß, dass das ein engstirniges Vorurteil ist. Eins, dass sich über die Jahre immer wieder bestätigt hat, ein Vorurteil aber dennoch. Musikalisch wird der Mainstream für mich durch das Radio verkörpert. Ein großes Ziel von Herrn Sele ist es, dass seine Musik im Radio gespielt werden. Radiostationen in der Schweiz und Liechtenstein, wo The Beauty Of Gemina eine breitere Fan-Gemeinde haben, weigern sich seit Bestehen der Band deren Songs zu spielen. Das liegt wohl anscheinend immer noch an ihrem allerersten Song Suicide Landscape. In Deutschland wurden sie bislang auch nicht gespielt, aber hier gehört die Band ja auch zum Underground. Diese letzte Barriere ist nun gefallen. Die erste Single von Flying With The Owl, Ghosts, lief im deutschen Radio. Die Schweiz zog nach und auch Liechtenstein präsentiert nun das neue Album. Für Michael Sele ist ein lang gehegter Traum in Erfüllung gegangen. Endlich bekommt die Band auch in ihren Heimatländern die Anerkennung, die sie verdient. Und ich muss mich damit abfinden, dass ich nun Fan-Girl einer Band bin, die im Radio gespielt wird. Es fällt mir leichter als gedacht, denn The Beauty Of Gemina haben ein Album vorlegt, das so überhaupt nichts vom Mainstream hat. Flying With The Owl ruht in sich selbst. Bereits auf dem Vorgängeralbum Minor Sun waren Dark Americana und Blues-Elemente stark in den Vordergrund getreten, was Sele auf Flying With The Owl noch konsequenter umsetzt. Das gelingt ihm, indem er, was dem Blues eigen ist, destilliert: unverfälschte Emotion, originäres Songwriting und Akustik-Gitarre. Erst danach garniert er, staffiert aus, dekoriert und verleiht den elf Songs eine gewisse wohl dosierte und delikate Raffinesse, die diese vielleicht gar nicht benötigt hätten, sie aber zu unverkennbaren The Beauty Of Gemina Songs machen. Wir begegnen der hervorragenden Schlagzeugarbeit von Mac Vinzens, Violine, Cello, sowie zahlreichen inspirierenden Improvisationen an Klavier und Gitarre. So wird Shades Of Summer zu einem sehnsuchtsgeladenen Abschiedsstück an den scheidenden Sommer, das Wehmut und Verlangen gleichzeitig nährt und sich in einem goldenen Zwielicht verliert. River malt uns in verschiedenen Farben und Facetten das impressionistische, wie flüchtige Gemälde einer Flusslandschaft im Herbst. In The Dark ist ein Flüstern, zarte Introspektion, die uns das Gefühl ruhiger Geborgenheit und kühler Freiheit einer Nacht im Freien einhaucht. Ich habe selten ein Album gehört, das musikalisch einladender war, in seiner Einfachheit mehr überzeugt und in seiner Melancholie mehr Wärme und Zuversicht ausgestrahlt hat. Michael Sele scheint auf dem Höhepunkt seiner Fähigkeiten als Songwriter angekommen zu sein. Aber haben wir das bei Minor Sun nicht auch schon behauptet? Flying With The Owl lässt nur eine Frage offen: Was kommt danach?

monkeypress.de – Katja Spanier

Was Mastermind Michael Sele zusammen mit seiner Band hier abliefert ist erneut ein wahrer Earcatcher. TBOG veröffentlichen mit “Flying with the Owl” bereits ihr achtes Studioalbum (hinzu kommen zwei Live-Alben und eine Compilation) und jedes Mal überraschen sie den Hörer aufs Neue. Heuer sind es vor allem die ästhetischen Soundkreationen, welche sich in minimalistischer Schwere aus den Boxen stibitzen. Das Gesamtwerk ist ein stimmiges Kunstwerk, welches auch aufgrund mancher Texte, in tiefer Melancholie badet. Der bittersüße Geschmack “schwarzer Galle” wird durch verschiedenste Streicher-Arrangements und elektronischer Finessen noch vertieft. Das sanftmütige Timbre wird mit latenten Verzweiflungs-Tonagen zum fragilen Erzähler, der mal über der Musik thront oder mal händchenhaltend und mal demütig die verführerischen Klangkosmen begleitet. Meist geht es sehr ruhig und getragen zur Sache, wobei druckvollere Stücke wie “Tunnel of Pain” dem Gesamtreigen dezent gesetzte Akzentuierungen verleihen, wobei hier die kammerorchestrale Instrumentierung in Verbindung mit straighten Schlagwerk und Akustik Riffs etwas effektvoller in die Szenerie treibt, währende Sele etwas Atemlos zusätzlich für latent hektische Variationen sorgt. Komplett bedrückend sind Songs wie “Suicide day”, bei dem das Licht der Hoffnung mit dem ersten Takt ausgeblasen wird. Die Stille hernach beschreibt das Instrumental zum Finale dann perfekt, wenn auch sehr dezent. Zu Beginn ist das leicht verträumte “River” ein perfekter Einstieg. Eine ruhige Atmosphäre wird erzeugt, fast sanftmütig schleicht die Trauer dahin. Dezent eingestreute Klänge von Cello und Violine verstärken die gefühlvolle Eleganz des Stückes. Mit Cellist Raphael Zweifel und der Violinistin Eva Wey konnte Michael auf bekannte Größen zurückgreifen, welche ihr klassisches Spiel herrlich unaufdringlich und dennoch markant in den Gesamtsound integrieren. Die Video-Single Auskopplung “Ghosts” glänzt mit einem latenten Country-Einfluss und straighten Riffs an der Akustik Gitarre, dezent eingestreute Loops und die Verwendung eines Harmonicums vervollständigen die Instrumentierung. Nicht nur hier balanciert man zwischen Verzweiflung und unterdrückter Wut. Hinzu kommt eine audiovisuelle Umsetzung, welche perfekt eine weite Ödnis beschreibt, dessen frustriertes Ende im Inferno endet. “In the Dark” nimmt sich aus der Ecke einen Stuhl und nimmt Platz zwischen Cohen und Cave, lächelt kurz verschmitzt, gibt seinen Musiker ein Zeichen und formt einen TBOG Song, dessen ungezwungene Eleganz in Ruhe badet und im Ohr-Gehirn Fragment das Element Wasser formt. Die Geige weint dazu. “Shades of Summer” ist ein wundervoller Song, der den Fokus nicht auf Melodie oder einer Hookline lenkt, sondern eine getragene Atmosphäre in den Mittelpunkt stellt, worum sich ein Mantel legt, dessen musikalische Ausrichtung genau den Triggerpunkt trifft, den Schwarzumhüllte meist im verborgenen tragen. Fazit: “Flying with the Owl” pendelt zwischen weich gezeichneten Düster-Meisterwerk und ästhetischen Minimalismus. Der Hörer ist hier jenseits des leichten Konsums eher staunender Beobachter als mit summender Begleiter. Trotz warm ummantelnder Klänge des Cellos oder das gefühlvolle Streicheln der Violinensaiten bleibt den Songs eine galante Kühle immanent. Michael verzichtet trotz verschiedenster Instrumente, welche sich zum klassischen Rockinstrumentarium gesellen auf jegliche Opulenz. Der Bombast wird zum Kulturbanausen, der die auf den Punkt gebrachten Arrangements nur blinzelnd aus der Ferne betrachtet. Der textliche Se(e)lenstriptease behandelt (meist) depressive Gedanken über Sehnsüchte, Einsamkeit oder Liebe, welche den Menschen des Öfteren begleiten, ohne das er ihnen mit gesundem Menschenverstand Einhalt gebieten kann. Um es mit Eulen zu sagen: Carpe Noctem! Für Haptiker ist wieder ein schönes Digi-Pack samt ausführlichen “Beipackzettel” als Verpackung gewählt worden, wobei das gekritzelte Cover etwas gewöhnungsbedürftig daher kommt.

ambossmag.de – andreas

Laute und krachende Gothic-Tracks mit Beats und Synthies, das wird einem von Michael Sele schon seit längerem nicht mehr auf dem Albumteller serviert – aber trotzdem kann man sich dieser Erwartungshaltung nicht immer erwehren. So auch wieder beim neusten und bereits achten Studiowerk “Flying With The Owl”, wobei das Gebotene ohne Krawall alle Hoffnungen und Wünsche zu übersteigen vermag. The Beauty Of Gemina zeigen sich erneut im akustischen Gewand und bringen die Geister in unsere Städte zurück. Passend zum Herbstbeginn und wunderschön ausformuliert erhält man auf “Flying With The Owl” Begleitmusik für die nächtlichen Ausflüge. Klanglich entschlackt und natürlich gehalten, wird man von Seles Gitarre und Vincents Schlagzeug durch elf neue Lieder geführt, welche alle Tugenden von The Beauty Of Gemina verbinden. Starkes Songwriting, Lieder, welche neugierig machen und sofort gefallen, sowie unglaublich viel Atmosphäre und Emotion. “Into My Arms” ist düster und voller Zuneigung, “I Pray For You” Dramatik pur, “Suicide Day” eine ergreifende Klavierballade. Der Gothic-Rock verbindet sich perfekt mit alternativem Folk. Allgemein lebt “Flying With The Owl” von den zurückhaltend aber abwechslungsreich eingesetzten Instrumente. Streicher, Saxophon, Gitarre – die Essenz sind neue Herangehensweisen an Aufbau und Tempo, welche zugleich jedes Werk von The Beauty Of Gemina geschickt zitieren. Mit diesem Album greift die Band auf ihre Anfänge zurück, als das Debüt die schwarze Szene im Sturm eroberte. Doch anstelle des Kreises zu schliessen, werden hier neue Möglichkeiten eröffnet und Gebiete erschlossen. Man muss sich um die Zukunft keine Sorgen machen, auch wenn man Bassgewitter sehr mag. Leidenschaftlicher und sehnsüchtiger klang die Band nämlich selten.

artnoir.ch – Michael Bohli

The Beauty Of Gemina feiert dieses Jahr das zwölfjährige Bandbestehen. Beachtlich während dieser Zeit ist der enorme musikalische Output der Schweizer. „Flying With The Owl“ ist nun schon das achte Album der Kapelle rund um den Liechtensteiner Michael Sele. In erster Linie soll das ein Geschenk an die zahlreichen Fans sein. Diese dürften sich freuen, denn die neuen Songs reihen sich wunderbar in den Backkatalog ein. Die klassische Songstruktur aus Strophe und Refrain gibt es auch hier kaum zu hören. Dafür wird es wieder sehr düster. Ein Herbstalbum eben. So hell wie das Cover leuchtet die Musik hier keineswegs. Die Aufmachung ist übrigens ganz nett. Zwischen Dark Pop und Dark Wave sortiert sich das ein. Teilweise ist das die vertonte Depression. Die Songaufbauten sind dabei immer vorzüglich. Der zeitweise Gothic Rock geht sogar richtig nach vorne. Die Arrangements sind ganz famos. Fazit: The Beauty of Gemina ist so eine Band, die eigentlich wesentlich bekannter sein sollte. Zwar kann sie auf eine beachtliche Fanbasis bauen, aber die Mischung aus Dark Pop, Wave und Rock – versehen mit einigen elektronischen Schleifen – hätte noch mehr Zuhörer verdient. Die achte Runde „Flying With The Owl“ ist jedenfalls wieder eine ganz vorzügliche, schwermütige und düstere Platte geworden. Die Themen des Albums: Hoffnungen, Ängste, Widersprüche, Sehnsüchte, Leidenschaft und Liebe.

dreamoutloudmagazin.de - Torsten Schlimbach

The Dark Rock band from Switzerland, THE BEAUTY OF GEMINA, reached a high status in the dark music scene in Switzerland, Germany, many other European countries and even in South America during the last decade. Their style is very unique as they are able to play very melancholic melodies, put a good portion of darkness in it and spice it with a touch of Country-Swing-Gothic-Rock. You understand, right? No? Than you really should listen to some of their songs. The new album, ‘Flying With The Owl’, starts with the peaceful song called ‘River’; Michael Sele’s voice sounds so calming and gentle here. While listening I totally can imagine a river flowing past. The song gives an indescribable serenity. ‘Into my arms’ starts with the guitar that reminds me of the “country” parts in their music which I totally love! The music and vocals are so fluent also here, the listening session makes me feel so peaceful and relaxed. ‘Ghosts’ has a bit more of a drive and is like a great song to start a long night with friends, music and dancing. The song ‘I Pray For You’ feels heavier and darker, the slower melody adds up to the gloomy mood of the song. The guitar has to me a bit of (maybe my fantasy is very playful here) a dark oriental sound that is capturing the special dark mood of the song in an exciting way. ‘Shades Of Summer’ is the perfect song for these grey October afternoons, turn it on, grab a cup of tea and a warm blanket and enjoy the overflow of melancholy that rolls over you in Michael Sele’s voice. ‘Suicide Day’ as the name of the song already reveals is about some of the darkest feelings a human being can feel. The music is minimalistic and a dark black cloud covers the room during the song. The piano accents put the darkness just deeper in your heart like small needles. With the last song on this album, that’s called ‘Wood Song’ and is an instrumental track, the tension dissolves a little bit without letting too much sunshine in as, don’t forget, we are still listening to the masters of melancholy THE BEAUTY OF GEMINA here. And so the album comes to a very pensive end and leaving you in this hole of thoughts and memories. So here it is, your soundtrack for this incipient autumn and coming winter.

Reflectionsofdarkness.com - Nastja Iz

Flying with the Owl – das neue perfekte Album von The Beauty Of Gemina Michael Sele ist seit zwölf Jahren nun mit der Band „The Beauty of Gemina“ unterwegs und hat mit dem neuen Album „Flying with the Owl“ wieder einmal ein Album erschaffen, dass einem im Ohr hängen bleibt. Doch zunächst etwas zur Enstehungsgeschichte. „Flying with the Owl“ ist in mehreren Städten entstanden. Reykjavik, Nizza und natürlich im eigenen Tonstudio von Michael Sele. Dieses Studio ist ein altes Kino in Mels. Michael Sele ist Komponist, Sänger, Arrangeur und Produzent in einer Person. Er hat es geschafft, den Vogel „Eule“ als eher düsteren Vogel in das Album zu integrieren. Elf Songs, darunter zwei reine instrumental Songs verführen den Höhrer in das dunkle Reich der Eule – der „Owl“. Doch was für eine Musik ist es? Lässt sie sich einordnen? Nein, an sich nicht. Es kommt alles recht dunkel herüber, teils auch schon negativ und wenn man den Titel des Songs 10 nimmt mit „Suicide Day“ passt es irgendwie. Michael Sele lässt auch sein achtes Album, welches am 12. Oktober heraus kommt, als „Dark Wave“ einordnen. Dieses passt zwar unserer Meinung nach nicht immer. Dennoch ist der Titel „Flying with the Owl“ passend zu dem, was Michael Sele daraus gemacht hat Flying with the Owl – die Eule, die uns beflügelt hat Das Album kommt düster, schwarz und für mich unheimlich rüber. Aber ich denke genau das ist es, was Michael Sele mit diesem Album erreichen wollte. Diejenigen, die seine anderen Alben kennen, werden hier eine Erweiterung der Musik merken. Michael Sele hat mit „Flying with the Owl“ ein neues Meisterwerk der Perfektion erschaffen. Seine Musikrichtung ist nicht einzuschätzen, aber wir können uns vorstellen, einfach diese Musik mal auf uns wirken zu lassen. Die Klangfarbe seiner Stimme ist beeindruckend und auch die Performence der Nebenisntrumente sind perfekt und harmonieren toll miteinander. Michael Sele kann es und hat es mit diesem Album erneut bewiesen. Aber dennoch, man muss diese Art der „dunklen“ Musik mögen. Und wer sie nicht mag, sollte dennoch versuchen, sich mit ihr zu arrangieren. Denn dann hört man vielleicht auch heraus, dass die Eulen unterwegs sind. Daumen hoch

nordnews.de

Michael Sele ist zurück: mit „Flying With The Owl“ erscheint das neue – mittlerweile achte – Album des Masterminds von THE BEAUTY OF GEMINA. Dass das Werk ausgerechnet im Herbst das Licht der Welt erblickt, passt wie die Faust auf´s Auge, schließlich sind THE BEAUTY OF GEMINA nicht gerade für ihre überbordende Fröhlichkeit und Lebenslust bekannt. „Flying With The Owl“ ist allerdings selbst für Michael Sele-Verhältnisse ausgesprochen schwermütig, um nicht schon zu sagen depressiv geraten. All jenen, denen ohnehin schon der Herbst-Blues auf´s Gemüt schlägt, wird damit hier zur Vorsicht geraten (oder zumindest zum Bereithalten von Antidepressiva). Praktiziert wird absoluter musikalischer Minimalismus: auf das Nötigste beschränkt, nahezu durchweg komplett ruhig gehalten, gleichzeitig aber atmosphärisch sehr dicht, mitunter auf eine spröde Art fast schon elegisch. Große Melodien fehlen, was sicherlich durchaus Teil des Konzepts ist, einem durch die dadurch vermittelte Trostlosigkeit nach einer Weile aber irgendwie auf die Stimmung drückt. Einzig und allein „Tunnel Of Pain“ hebt sich vom Gesamtsound des restlichen Albums ab und kommt unerwartet flott daher, was dem Hörer eine wohltuende Pause von der auf Dauer doch ziemlich niederdrückenden Schwermut gibt. „Flying With The Owl“ gleich einem Gemälde: ein düsteres, trostloses Gemälde zwar, aber nichtsdestotrotz ein Gesamtkunstwerk, das aus den genannten Gründen jedoch nur in Maßen genossen werden kann.

Metallinside.de - BIANCA RIESSINGER

Eine Reise der besonderen Art Wenn man ein bisschen nachdenkt, kann man schon beim Titel des Albums erahnen, wie düster die Songs sind. Die Eule, eine Kreatur der Nacht, ein bisschen magisch, das Sinnbild für Gut und Böse, aber auch Symbol für Weisheit und Intellekt. Und tatsächlich bekommen wir all dies auch irgendwie mit den elf Songs des Albums geboten. Intelligente Texte, düstere, minimalistische Melodien und natürlich die unverkennbare Stimme von Michael Sele selbst. „Flying with the Owl“ ist ein Album, das man nicht nebenher hört, sondern auf das man sich vollkommen einlassen möchte. Wir fliegen mit der Eule auf eine Reise, die uns Liebe und Leidenschaft genauso zeigt wie Ängste und Monster. Zu Recht hat sich diese Band in ihrer Szene längst einen Namen gemacht, wie hier erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt wird! Aber selbst wenn man sich normalerweise in der Dark Rock Szene nicht ganz zu Hause fühlt, so sollte man hier mindestens zweimal reingehört haben – denn das Album weiß sogar bei denjenigen zu zünden, die normalerweise fröhlichere Töne bevorzugen.

testiversum.at

Gut zwei Jahre nach dem letzten regulären Studioalbum Minor Sun erscheint mit Flying with the Owl das nunmehr 8. Studioalbum von The Beauty of Gemina. Und wieder bleibt alles beim Alten und ist damit erneut anders als bisher, denn The Beauty of Gemina weigern sich weiterhin irgendeine Schublade zu bedienen oder sich auf der hohen musikalischen Qualität auszuruhen. Es ist die Stärke dieser Schweizer Formation, Genregrenzen zu überwinden und dabei verschiedenste sich scheinbar widersprechende musikalische Einflüsse wie Folk, Country, Wave zu verbinden. Diese scheinbare Widersprüchlichkeit findet sich schon beim Artwork, welches den Albumtitel in einer von Zeile zu Zeile wirrer werdenden Wiederholung auf einem weißen Untergrund zeigt. Auch Songtitel wie „Monsters“, „Tunnel of Pain“ oder „Suicide Day“ deuten an, dass hier der helle Eindruck der weißen Grundfarbe mitunter trügerisch sein wird. Last but not least wurde mit der Eule ein namensgebendes Tier gewählt, welches -wohl nur noch vergleichbar mit dem Wolf- für widersprüchliche Interpretationen und Wahrnehmungen steht. Inhaltlich werden dementsprechend auch sämtliche Facetten der menschlichen Existenz und existenzielle Emotionen thematisiert: Ängste, Sehnsüchte, Liebe, Widersprüche, Hoffnungen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung und das ständige ausloten von neuen Stilrichtungen, Klängen und Einflüssen von The Beauty of Gemina finden sich auch bei den involvierten Musikern wieder. Neben Mastermind, Nukleus, Herz und Stimme Michael Sele ist Mac Vinzens am Schlagzeug die einzige beständige Komponente. Zu diesen beiden Musikern gesellen sich diesmal zudem eine Reihe international renommierter Gastmusiker, welche teilweise schon im Live Ensemble der erfolgreichen Silent Land Tour im Jahr 2017 mit dabei waren. Am Cello der in Nizza lebende Schweizer Musiker Raphael Zweifel, welcher ua. mit den Toten Hosen auf deren Akustik Tournee zu hören war. Weiter sind an der Geige die bekannte Fidlerin und auch in der Schweizer Volksmusik versierte Violinistin Eva Wey und am Tieftöner erneut Freund und Bassvirtuose Philipp Küng, welcher schon bei den Alben Iscariot Blues und Ghost Prayers bei den Aufnahmen mit von der Partie war Betracht man diese Zusammensetzung der Band und kennt man die Fähigkeit Michael Seles Musikstücke voller Intensität und Komplexität zu schreiben, dann ist es keine Überraschung, dass „Flying with the Owl“ ein Werk voller Energie ist, welches komplett auf laute Momente verzichtet. Allen Songs gemeinsam ist diese Kraft, tief in den Hörer einzudringen. Dies setzt allerdings, ebenso wie bei „Minor Sun“ voraus, dass dieser bereit ist für diese Musik gewordene Emotionalität und keinen schnellen nebenbei Musikkonsum erwartet. Das Album ist in sich im positiven polarisierend, da hier leicht dahinfließende Melodien mit Emotionen verbinden, welche die dunkle Seite des Lebens akustisch abbilden. FAZIT Flying with the Owl ist ein Album mit Tiefgang welches geradezu nach einem bequemen Sessel, einem schweren Wein und der Hingabe des Hörers ruft. Mehr als noch die Alben zuvor liefern The Beauty of Gemina hier kein musikalisches Fastfood für den schnellen Konsum nebenbei, sondern vielmehr ein ambitioniertes und sehr ausgereiftes Werk, welches dem bewussten Hörer viele Facetten und Details bietet, die entdeckt werden wollen. Den Fan erwartet hier eine Symbiose aus Leichtigkeit und Schwermut, aus dahinfließen und hinabsinken mit einer hypnotischen Wirkung, welche einen auf einen nächtlichen Flug mit der Eule nehmen werden.

mindbreed.de - Holger Bücker

In „Into My Arms“ des aktuellen 2018er THE BEAUTY OF GEMINA-Albums verstecken sich die zwei Zeilen: „I‘m singing the sad songs / I used to play“! Zwei Zeilen, die der musikalische Schlüssel zu „Flying With The Owl“ sind, ein Album voller trauriger Lieder, vorgetragen mit einem melancholischen Gefühl, welches die ganze Welt zu umarmen scheint. Und das zugleich mit einem schrecklichen Gefühl endet, wenn es den Selbstmord aus dem Blickwinkel eines Selbstmörders todtraurig im „Suicide Day“ thematisiert. Er ist auf die Eule gekommen – der Michael Sele aka THE BEAUTY OF GEMINA. Und dieser Nachtvogel, mit dem er sich in „Flying With The Owl“ auf den musikalischen Flug begibt, steht ihm hervorragend, auch wenn der eine oder andere Song des Albums etwas krakelig und befremdlich – ähnlich wie das Album-Cover – wirkt. THE BEAUTY OF GEMINA sind die „Schönheiten der Nacht“, die sich neben NICK CAVE oder dem in seinem dunklen Himmelreich thronenden DAVID BOWIE einen festen musikalischen Platz an deren Seite erobern. Trauer. Melancholie. Sogar Nachdenken über Selbstmord in „Suicide Day“ prägen die Stimmung von „Flying With The Owl“, die uns gleich bei der Albumeröffnung mit "River" in einem tiefen Fluss aus melancholischem Schönklang, der Erinnerung an unseren großen „Black Star“ BOWIE weckt, ertrinken lässt. Noch dazu spielt auf diesem Album erstmals ein „Instrument der Finsternis“, wenn man es entsprechend in der Pop-Musik einsetzt, eine maßgebliche Rolle – das Cello, welches sich sehr gerne auch mit einer Violine musikalisch paart! Im dunklen Americana-Stil von „Ghosts“ begrüßen wir dann, nachdem einen Song zuvor alle „Monsters“ geweckt wurden, die Musik-Geister, die wieder in die Stadt zurückkehren, um nach uns Ausschau zu halten. Fast beängstigend, was dazu auch noch eine Steel Guitar beiträgt. Gibt es bereits den Musik-Stil „Dark Country“? Wenn nicht, dann sollte man nach diesem Song umgehend solch ein Genre „erfinden“. THE BEAUTY OF GEMINA huldigen auf „Flying With The Owl“ nicht nur musikalisch der Eule, sondern übernehmen auch deren Eigenschaften in ihre Musik, da die Eule ein Nachtvogel der Gegensätze ist – verehrt und bewundert, aber auch gefürchtet und gejagt, ein Sinnbild für das Gute und das Böse, das einem in den Nachtstunden viel intensiver erscheint als am Tag. Ihre ganze Faszination entfaltet die Eule in der Nacht – genauso wie jeder einzelne Song auf diesem Album, das nicht von Schönwetter, Sonnenschein und Optimismus lebt, sondern von den tiefen Abgründen, die sich in uns auftun, wenn wir den Träumen ausgesetzt sind, gegen die wir uns nicht wehren können. THE BEAUTY OF GEMINA liefern dazu einen regelrecht beängstigenden, zugleich aber faszinierenden Soundtrack, der uns unbeschadet und mit viel Violinen-Klang durch den Tunnel des Leides („Tunnel Of Pain“) führen, selbst wenn das Cello zum Selbstmord-Tag („Suicide Day“) einlädt. Am Ende aber beißt es dabei rein instrumental – selbst wenn der Titel etwas Anderes andeutet – und hoffentlich auch von der Absicht her nur auf Holz („Wood Song“). FAZIT: Michael Sele, der Kopf von THE BEAUTY OF GEMINA, stellt zu seinem aktuellen Nachtvogel-Album „Flying With The Owl“ fest: „Selten habe ich Musiker erlebt, bei denen das Zusammenspiel so perfekt ist, die so wenig prätentiös agieren und so respektvoll miteinander umgehen.“ Das spürt man auch auf dem gesamten Album voller geheimnisumwobenem Dark Wave, der angereichert durch Cello und Violine eine ganz besondere Aura entfaltet und den charismatischen Gesang des Bandleaders noch um ein Vielfaches verstärkt.

Musikreviews.de – Thoralf Koß

Michael Sele hat seine Musik von allen verzichtbaren Extras befreit und elf Songs entwickelt, die auch zur akustischen Sechssaitigen vorgetragen werden könnten, ohne zu schwächeln. Allerdings hat er diese Rohfassungen dann wiederum gezielt mit zusätzlichen Elementen belebt; hier eine Geige, da eine Orgel, Schlagzeugakzente, gedoppelter Gesang, Cello oder perlende E-Gitarre. „Ghosts“ wird von einem nervösen Beat und Americana-Flair getragen. „Shades Of Summer“ wirkt sehnsuchtsvoll und verlangend, „Suicide Day“ ist ein getragenes Klavierstück, das mit lang ausklingenden Tönen ins Jenseits hinüberreicht, sich partiell ungreifbar gibt, dadurch aber neben Melancholie eine ganz eigene Schönheit freisetzt. Eines haben die Kompositionen gemeinsam: „Flying With The Owl“ strahlt in jedem Moment Wärme aus und wenn Sele uns mit bluesiger Gitarre in den „Tunnel Of Pain“ chauffiert, darf man darauf vertrauen, dass ein Licht am Ende des Dunkels wartet. Was nicht heißt, dass alles vorhersehbar wäre. Immer wieder lassen kleine Überraschungen, etwa frische Klangfarben oder ungewohnte Grooves, aufhorchen. Mit dieser keineswegs rein akustisch instrumentierten, aber von seiner differenzierten Dynamik her sehr an akustische Performances erinnernden Platte bestätigt sich, dass sich Musik von The Beauty Of Gemina nicht in Stilschubladen pressen lässt. Die scheuklappenfreie Öffnung für verschiedenste Inspirationsquellen führt aber auch nicht ins Beliebige. Michael Sele ist als Songwriter ganz bei sich und die Stücke klingen unverwechselbar nach ihm und seiner Band. Ein ultimatives Herbstalbum: unprätentiös und großartig!

sonic-Seducer – Christoph Kutzer

Nach dem letzten regulären Studioalbum „Minor Sun“ und Ausflüge in akustische Gefilde schafft der Schweizer Michael Sele mit seiner Mannschaft ein neues Meisterwerk auf dem Flug mit der Eule durch die Nacht. „Flying with the owl“ nimmt sich selbst zurück, ohne den Anspruch zu stellen, nur akustisch daherzukommen. Schon die ersten Töne des Openers „River“ weisen die Richtung des Albums, immer entspannt, leicht melancholisch aber nie langatmig, sondern ruhig fließend. Jenseits aller Versuche einer bestimmten Kategorisierung bestimmen die leisen, dunklen Töne dieses Album mit kleinen Ausflügen in Country-Gefilde. Wer The Beauty of Gemina bereits kennt, darf sich auf dieser Produktion auch auf die Violinistin Eva Wey und Cellist Raphael Zweifel freuen, die bereits das Live-Ensemble bereichert haben.

westzeit.de – Frank Hübner

Ähnlich konzentriert sich bei The Beauty Of Gemina alles auf Frontmann Michael Sele. Bereits Mitte der 90er trat der wasserstoffblonde Mann mit den weichen Gesichtszügen als Gitarrist mit der Goth-Rock-Truppe Nuuk in Erscheinung, blieb aber weitestgehend - und zu Unrecht - von der Szenepresse unerwähnt. Das Ende der Band 2004 bedeutete für Michael, seine eigene musikalische Vision klarer herauszuarbeiten. War das Debüt "Diary Of A Lost" von 2006 (mit dem erfolgreichen Club-Stürmer "Suicide Landscapes") noch stark am ätherischen Düster-Sound von Nuuk angelehnt, lösten sich die nachfolgenden Werke immer stärker vom Image des sinnierenden Melancholikers - zumindest musikalisch. Bereits mit "The Myrrh Sessions" (2013) vollzieht Sele einen klanglichen Seelenstriptease, in dem er alte TBOG-Nummern bis auf ihr akustisches Mieder auszog und ihnen eine neue Deutungsmöglichkeit verlieh. Auf "Flying WIth The Owl" nun, das siebte Album, kristallisiert sich einmal mehr der intime Aspekt von Seles Kompositionen heraus. Den Gitarren wird größtenteils der Stecker gezogen, elektronische Effekte bleiben aus. The Beauty Of Gemina ist immer noch eine Goth-Rock-Band, was im hypnotischen "I Pray For You" klar auszumachen ist. Aber das Album überrascht mit einer musikalischen Bandbreite. So kommt "Tunnel Of Pain" - entgegen des schwermütigen Titels - derart beschwingt rüber wie einst Dire Straits mit ihrem "Calling Elvis". Und auch "Ghost" öffnet sich einem, in erster Linie als cool zu bezeichnenden, anglo-amerikanischen Akustik-Rock-Stil. Dass diese tönerne Vielfalt funktioniert, liegt am Mastermind selbst, dessen sehnsüchtiges Organ das Album zusammenhält und ihm eine klare Richtung vorgibt: in die Tiefen unserer dunkelsten Gedanken.

unter-ton.de – Daniel Dressler

Am 12.Oktober 2018 veröffentlichen „The Beauty Of Gemina“ (Michael Sele – Gesang, Gitarre, Keyboard, Mac Vinzens – Schlagzeug, Andi Zuber – Bass, Ariel Rossi – Gitarre und Markus Stauffacher – Live Bass) ihr nun achtes Album names „Flying With The Owl“. Ihre Musik, so auch auf dieser Scheibe, zeichnet sich durch düstere Schwermütigkeit aus. Sie ist unverfälscht minimalistisch. Genau diese Reduzierung auf Einfaches ist positiv zu sehen. Besonders in der Schweiz und in Lichtenstein haben sie eine große Fanbase. Und nun wird das Album und besonders die Single „Ghosts“ im Radio gespielt. Mich persönlich überzeugt der Einsatz der zusätzlichen Instrumente: Akustikgitarre, Cello, Violine und Klavier und die Bluesinstrumente. Der Opener „River“ ist beruhigend und sanft gesungen. Er verbreitet eine friedliche Stimmung. „Into My Arms“ lässt trotz der düsteren Stimmung und dem langsamen Takt an Folkrock und Country denken. In „Monsters“ setzt das Cello Akzente zur Melancholie. „Ghosts“ ist insgesamt flotter. „In The Dark“ lässt einen gedanklich eine Nacht im Freien genießen. Schwer, düster und mit einer sehr langsamen Melodie folgt „I Pray For You“. „Tunnel Of Pain“ ist dann wieder flotter, wobei das natürlich relativ zu sehen ist. Melodisch und mit dem Gewinn an Dramatik geht es mit „Again“ weiter. „Shades Of Summer“ verabschiedet den Sommer und lässt an einen grauen Herbsttag denken. Sehr minimalistisch mit gekonnt gesetzten Klavierakzenten und Streichern folgt „Suicide Day“ um die dunkelsten Gefühle des Menschen zu thematisieren. Als Abschluss ist „Wood Song“ ein Instrumentalsong. Begleitet werden die elf Titel von einem optisch passend minimalistischem fast ausschließlich schwarz/weiß gehaltenem Booklet mit allen Songtexten.

promoportal-germany.net – Marc Debus

The Beauty of Gemina – Flying with the owl 3.10.2018 – Peterskirche Leipzig „I see the shades of summer and the colours are all right. Lightning thunder, natural wonder“ Die Zeile soll gleich zu Beginn stehen, damit gleich klar ist: „Flying with the owl“ ist ein Herbst-Album. Auf seinem achten Studioalbum setzt Michael Sele aka. The Beauty of Gemina wieder die eher bedrückenderen Themen musikalisch um: Memento Mori, Zweifel und Blues… Letzteres nur sehr sporadisch mit Anleihen am entsprechenden Musikgenre. Da ist es eher Songwriter-Pop, angereichert mit Streicher-Arrangements und Blue-Notes. Dafür hat er sich mit drei Musikern an Cello (Raphael Zweifel), Bass (Philipp Küng) und Schlagzeug (Mac Vinzens) und einer Musikerin an der Violine (Eva Wey) zusammengefunden. Sie begleiten Textzeilen wie „It’s getting cold behind the sun. The dark comes in. It’s a suicide day and the sun is shining.“ „The world is burning in my dream. The exploding fire is here again.“ Solche Texte muten natürlich sehr lyrisch-mystisch an, erinnern ein wenig an romantische Gedichte. Sowohl wegen der Wortwahl, die sich auf Natur und Vergänglichkeit fokussiert (auch Wörter wie „Firewood“ sind zu hören) aber auch, weil sie sehr reim- und rhythmusorientiert arrangiert ist. Eine Live-Präsentation des Albums in einer Kirche ist da durchaus passend. Und die gibt es am 3.10. in der Peterskirche.

Peterfrau.de

Sein mittlerweile achtes Studiowerk unter dem Projektnamen The Beauty of Gemina präsentiert der Liechtensteiner Multiinstrumentalist Michael Sele passenderweise im Herbst. Gegenüber dem Vorgänger von 2016 wirkt das neue Album noch atmosphärischer und auch geschlossener. Alles ist auf Seles wunderbar warme Stimme zurechtgeschnitten, die sparsame und songdienliche Instrumentierung (zu akustischer und elektrischer Gitarre, Tasten, Bass und Schlagzeug kommen noch Violine und Cello hinzu) unterstreicht den melancholischen Charakter der elf Stücke ganz besonders. Bis auf eine krautrock-inspirierte Aufnahme („Ghosts“) und eine flotte und doch düstere Quasi-J.J.-Cale-Groove-Hommage („Tunnel Of Pain“) ist auch das Tempo der Stücke im eher langsamen Bereich angesiedelt. Das ist eben keine Musik zum Autofahren oder Staubsaugen, hier sollte schon in aller Ruhe zugehört werden, das Album verlangt Aufmerksamkeit. Dafür umhüllt es den geneigten Hörer mit einer Art elegischem, wohligem Weltschmerz, das „ Mit der Eule fliegen“ führt halt zusammen mit dem Nachtvogel ins Dunkel. Im vorletzten Stück treibt es Sele allerdings ziemlich auf die Spitze, es steckt so voller Schwermut, das ist kaum auszuhalten. Und da das folgende Stück eine Art instrumentaler Ausklang ist, lauten die letzten Worte „Suicide Day“. Wer damit klarkommt, kann mit „Flying With The Owl“ ein wunderbares, herbstliches Album entdecken.

Blicker

Michael Sele schließt sich den Eulen an und formt aus dem so Erlebten traurige Geschichten, die den Stoff für sein neues Album bilden. Das achte(!) Werk des Schweizer Musikers ist vielleicht auch sein dunkelstes, mindestens aber sein melancholischstes. „In The Dark“, „Tunnel Of Pain“, „Shades Of Summer“, „Monsters“, „Suicide Day“ – Sele ist mit seinem Projekt The Beauty Of Gemina dieses Mal wahrlich ein Kind von Traurigkeit. „See it in the dark, a fading memory, see it in the dark, remember the shine..“. Irgendwie fühlt man sich dreißig Jahre zurückversetzt, als Darkpopper wie Echo & The Bunnymen, The Mission, And Also The Trees oder Red Lorry Yellow Lorry am Zenit ihrer nachdenklichen Traurigkeit standen. Das sanfte Timbre von Seles Stimme versetzt den Hörer sofort in die entsprechende Stimmung, die man am besten bei gedimmten Licht und mit Taschentüchern in Reichweite durchlebt. Dramatisches wie „Into My Arms“ und Folkrockendes wie „Tunnel Of Pain“ setzen aber auch Akzente im plüschigen Wohlfühl-Darkpop von The Beauty of Gemina.

Eclipsed

Erdige Gothic Music Songs, die tief in die Seele blicken lassen, aber aus der Perspektivlosigkeit schält sich subtil ein ganz starker Hoffnungsstrahl in der Natur– mit der Eule scheinbar haltlos durch die Welt fliegen, aber schließlich aufgefangen werden, nun ganz ohne Worte, in der Geborgenheit der Musik, in einem Lied des Waldes: das ist die im Oktober 2018 bei TBOG Music veröffentlichte CD von „The Beauty of Gemina“. 2006 hat der aus Liechtenstein stammende Michael Sele die Gruppe The Beauty of Gemina gegründet. Im weitesten Sinn gehört die Gruppe stilistisch zur Gothic Music, also zur alternativen Szene. Sie war auch schon zusammen mit ASP auf Tour. (Alexander Spreng ist ja einer der Gastsänger bei Konstantin Weckers Bonus-Version „Sage nein“ 2017.) Wer mit Gothic Music vielleicht sogar satanische Aggressivität verbindet, wird überrascht. Die atmosphärische Aura der CD ist düster, wolkenverhangen, dunkel, aber erdig, humanistisch menschlich, sie kommt aus einer Urliebe, deren Magie, deren Ausstrahlung zwar durch das offenbar alles einengende soziale Umfeld nahezu beklemmend intensiv erdrückt wird, aber doch stets durchstrahlt. Erdig ist die CD musikalisch, weil sie zwar auch elektronische Klänge einsetzt, aber nicht vordringlich, sie setzt eben vor allem auch auf klassischen Rockbandsound sowie auf Violine und Cello und strahlt nicht nur damit eine ganz starke Natürlichkeit aus. Die Covergestaltung mit ihren Schwarzweißzeichnungen „wie ein Gekritzel“ hat gleichzeitig etwas von einer Unruhe die doch noch irgendwo hofft, sich strukturieren zu können und auch etwas von bewusster Kunst, die als solche wahrgenommen werden möchte und absolut ernst zu nehmen ist. Hier lebt der von den Beatles mitbegründete Anspruch weiter – das Cover als Teil des Gesamtkunstwerks. Die Welt in der dieser Sänger in zehn Songs eindringlich wie nur ungleich resignierter wirkend als Leonard Cohen von Monstern, Geistern, von der Dunkelheit, von der Kälte draußen, vom Tunnel der Pein, von Liebestrauer und gar vom Selbstmord singt, hält aber auch ein weißes Boot aus Hoffnung, das gemeinsame Anhalten und Gebete bereit, Hoffnungslichter in den Flammen des Seins. Die Verzweiflungsgesänge kommen von einem, der noch um die Hoffnung weiß, auch wenn sie ganz schwer zu finden und dann zu halten sein wird. Die Resignation droht alles zu erdrücken, bleischwer unüberwindbar zu sein, aber allein der Sog des Mitgefühls der sich von Song zu Song verstärkt, und erst recht die Gewissheit man ist nicht allein, denn vieles erkennt man ja in sich selbst was da gesungen wird, geben schon etwas Halt. Aber dann, gleich nach dem erschütternd eindringlichen „Suicide Day“ („Suicide Day“ – vgl. dazu Wolfgang Ambros, „Heite drah i mi ham“ – von Georg Danzer für ihn geschrieben), der letzte Track, Track 11, nicht mehr gesungen, ein „Wood Song“, die Bäume singen also, diese Lebewesen von deren Weisheit der Mensch keine Ahnung hat, die uns Lichtjahre voraus sind im Begreifen das dann kein Begreifen mehr sein muss das einfach ist – man muss die CD durchgehört haben, um dieses Urerlebnis des Hoffnungslichts mit dem „Wood Song“ ganz mitleben zu können. So viel Beklemmung, Düsternis, so viel persönliches Leid bis dahin – und doch jetzt: Alles wird gut, alles ist gut. Jedenfalls hinter den Schlagzeiten, Schlagzeilen. Immer.

hinter-den-schlagzeilen.de – Alexander Kinsky